Was ein Speicher am Balkonkraftwerk bringt
Ohne Speicher nutzen Sie den Strom vom Balkon nur in dem Moment, in dem er entsteht. Was gerade niemand braucht, fließt ohne Bezahlung ins Netz. Ein Speicher hebt den Überschuss vom Mittag für den Abend auf. So nutzen Sie mehr von Ihrem eigenen Strom.
Bei einem einzelnen Modul bleibt mittags meist wenig übrig, das sich speichern ließe. Die Verbraucherzentrale hält einen Speicher deshalb für umso interessanter, je höher Ihr Verbrauch und je größer das Balkonkraftwerk ist. Mit Speicher lohnen sich meist mehr als zwei Module, weil der Überschuss nicht verloren geht.
Was ein Balkonkraftwerk mit Speicher kostet
Der Aufpreis für einen Speicher liegt nach der Verbraucherzentrale bei etwa 500 bis 1.000 Euro. Die Speicher, die Stiftung Warentest im März 2026 geprüft hat, kosteten rund 700 bis 1.000 Euro. Ein Gerät mit zwei Modulen ohne Speicher gibt es schon für 200 bis 300 Euro.
Der Speicher verlängert also die Zeit, bis sich das Ganze bezahlt macht. Nach Stiftung Warentest kann sich ein Balkonkraftwerk mit Speicher je nach Preis, Sonne und Strompreis nach wenigen Jahren rechnen. Eine feste Zahl für jeden Haushalt gibt es nicht.
Was der Test der Stiftung Warentest 2026 zeigte
Stiftung Warentest hat fünf Speicher für Balkonkraftwerke mit eingebautem Wechselrichter geprüft. Sie fassten 1,92 bis 2,69 Kilowattstunden. Kein Gerät war gut. Drei erhielten die Note mangelhaft, weil sie zu viele elektrische Störsignale ins Hausnetz schickten.
Solche Störungen können bewirken, dass der Fernseher flackert, Lautsprecher brummen oder das WLAN abbricht. Positiv war: Alle Geräte ließen sich ohne Fachkenntnis in Betrieb nehmen, und alle liefen bei minus 20 und plus 55 Grad zuverlässig.
Lesen Sie vor dem Kauf aktuelle Testergebnisse. Die Produktnorm für Balkonkraftwerke gilt bisher nur für Geräte ohne Speicher. Für Geräte mit Speicher arbeitet ein Normungsgremium noch an eigenen Regeln.
Was Sie für den Speicher anmelden müssen
Für Speicher am Balkonkraftwerk gibt es im Gesetz keine Ausnahmen. Es gelten die Regeln für andere Batteriespeicher. Im Marktstammdatenregister tragen Sie die Größe des Speichers beim Balkonkraftwerk mit ein.
Beim Netzbetreiber entfällt die Meldung nur für das Balkonkraftwerk selbst. Für den Speicher ist sie nach der Verbraucherzentrale weiter nötig, einige Netzbetreiber verzichten aber darauf. Die Verbraucherzentrale NRW schreibt, dass ein eingetragener Elektriker den Speicher anmelden und anschließen muss. Fragen Sie vor dem Kauf bei Ihrem Netzbetreiber nach, was er verlangt.
- Fragen Sie Ihren Netzbetreiber, ob und wie er den Speicher gemeldet haben will.
- Bleiben Sie bei höchstens 800 Watt am Wechselrichter und höchstens 2.000 Watt Modulleistung.
- Planen Sie über 960 Watt Modulleistung eine Einspeisesteckdose ein, die ein Elektriker setzt.
- Tragen Sie Balkonkraftwerk und Speicher innerhalb eines Monats ins Marktstammdatenregister ein.
Notstrom und mobiler Einsatz
Die meisten Speicher für Balkonkraftwerke haben eine eigene Steckdose, die bei einem Stromausfall weiter Strom liefert. Daran können Sie einzelne Geräte anschließen, nicht die ganze Wohnung. Die Module laden den Speicher währenddessen weiter auf. Ohne Speicher schaltet ein Balkonkraftwerk bei Stromausfall ab.
Einige Speicher lassen sich vom Balkonkraftwerk trennen und als mobile Batterie nutzen, etwa beim Camping. Wenn Ihnen das wichtig ist, kann es den Aufpreis rechtfertigen, auch wenn die Rechnung allein ihn nicht trägt.
Wie viel ein Balkonkraftwerk ohne Speicher spart, steht im Ratgeber Lohnt sich ein Balkonkraftwerk. Worauf Sie beim Kauf des Geräts achten, erklärt der Ratgeber zum Balkonkraftwerk kaufen.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Speicher für das Balkonkraftwerk?
Ein Speicher für das Balkonkraftwerk lohnt sich vor allem bei zwei oder mehr Modulen und hohem Abendverbrauch. Bei einem einzelnen Modul bleibt mittags meist zu wenig übrig. Rechnen Sie mit dem Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin nach.
Was kostet ein Speicher für das Balkonkraftwerk?
Ein Speicher für das Balkonkraftwerk kostet nach der Verbraucherzentrale etwa 500 bis 1.000 Euro Aufpreis. Die von Stiftung Warentest geprüften Geräte kosteten rund 700 bis 1.000 Euro. Sie fassten etwa 2 Kilowattstunden.
Muss ich den Speicher am Balkonkraftwerk anmelden?
Ja, den Speicher tragen Sie zusammen mit dem Balkonkraftwerk ins Marktstammdatenregister ein. Beim Netzbetreiber ist für den Speicher meist eine Meldung nötig, manche Netzbetreiber verzichten darauf. Fragen Sie vorher nach.
Wie schnitten Balkonkraftwerk-Speicher bei Stiftung Warentest ab?
Bei Stiftung Warentest war im März 2026 kein Balkonkraftwerk-Speicher gut. Drei von fünf Geräten erhielten die Note mangelhaft, weil sie zu viele Störsignale ins Hausnetz sendeten. Das kann Fernseher, Lautsprecher und WLAN stören.
Liefert ein Balkonkraftwerk mit Speicher bei Stromausfall Strom?
Ja, die meisten Speicher für Balkonkraftwerke haben eine eigene Steckdose für den Stromausfall. Daran laufen einzelne Geräte, nicht die ganze Wohnung. Die Module laden den Speicher dabei weiter.
