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Ratgeber

Photovoltaik kaufen, finanzieren oder mieten

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Am günstigsten ist der Kauf mit eigenem Geld. Ein Kredit, etwa von der KfW ab 4,64 Prozent Zins, verteilt die Kosten, macht die Anlage aber teurer. Eine Mietanlage ist am bequemsten, bindet Sie 15 bis 25 Jahre und kostet über die Laufzeit nach der Verbraucherzentrale mehr als ein Kauf.

Zins für den KfW-Kredit 270
ab 4,64 Prozent
KfW, effektiver Jahreszins, Stand 2. Oktober 2026
Kreditrate für 10 kWp, 10 Jahre
rund 147 Euro im Monat
Eigene Rechnung mit 4,64 Prozent Zins, Stand 2. Oktober 2026
Übliche Laufzeit eines Mietvertrags
15 bis 25 Jahre
Verbraucherzentrale, Stand 23. Juli 2026
Küchentisch mit geschlossenem Ordner, Stift und kleinem Holzmodell eines Hauses mit Solardach.
Kaufen, finanzieren oder mieten macht über 20 Jahre einen großen Unterschied. Bild: KI generiert.

Drei Wege, eine Solaranlage zu bezahlen

Sie können eine Solaranlage mit eigenem Geld kaufen, mit einem Kredit finanzieren oder von einem Anbieter mieten. Beim Kauf gehört Ihnen die Anlage sofort, beim Kredit auch, nur zahlen Sie sie in Raten ab. Bei der Miete gehört sie dem Anbieter, und Sie zahlen eine monatliche Rate.

Für alle drei Wege gilt dieselbe Anlage. Eine Anlage mit 10 kWp kostet nach dem Preisindex der Verbraucherzentrale rund 14.100 Euro und bringt in der Mitte Deutschlands rund 1.680 Euro im Jahr. Unterschiedlich ist nur, was Sie für das Geld zusätzlich zahlen.

Der Kauf mit eigenem Geld ist am günstigsten

Zahlen Sie die Anlage bar, fallen keine Zinsen an. Die Anlage hat sich im Beispiel nach rund 9,6 Jahren bezahlt gemacht, laufende Kosten von 1,5 Prozent im Jahr eingerechnet. Über 20 Jahre bleiben nach Abzug des Kaufpreises rund 15.300 Euro.

Prüfen Sie aber, was Ihr Geld sonst bringen würde. Liegt es auf einem Konto mit wenig Zinsen, ist die Anlage die bessere Anlage für das Geld. Brauchen Sie es als Notgroschen, ist ein Kredit für einen Teil des Betrags oft sinnvoller, als das Konto ganz zu leeren.

Was ein Kredit für die Solaranlage kostet

Ein Kredit über 14.100 Euro mit 4,64 Prozent Zins kostet über 10 Jahre rund 147 Euro im Monat und insgesamt rund 3.550 Euro Zinsen. Über 15 Jahre sind es rund 109 Euro im Monat und 5.500 Euro Zinsen, über 20 Jahre rund 90 Euro und 7.570 Euro Zinsen.

Monatliche Rate und Zinsen für einen Kredit über 14.100 Euro mit 4,64 Prozent Zins und gleichbleibender Rate. Eigene Rechnung.
LaufzeitRate im MonatZinsen insgesamt
10 Jahre147 Euro3.550 Euro
15 Jahre109 Euro5.500 Euro
20 Jahre90 Euro7.570 Euro

Die Anlage bringt im Beispiel rund 140 Euro im Monat. Bei 10 Jahren Laufzeit trägt sie die Rate also fast selbst. Läuft der Kredit 20 Jahre, bleibt nach den Zinsen rund die Hälfte des Gewinns aus dem Barkauf übrig.

Den günstigsten Kredit für Solaranlagen bietet oft die KfW. Ihren Kredit 270 bekommen auch Privatpersonen, wenn sie einen Teil des Stroms einspeisen, und er kann bis zu 5 Jahre ohne Tilgung beginnen. Vergleichen Sie trotzdem mit dem Angebot Ihrer Bank. Was es sonst an Förderung gibt, erklärt der Ratgeber zur Photovoltaik-Förderung 2026.

Was eine Mietanlage kostet und wo der Haken liegt

Bei einer Mietanlage baut ein Anbieter die Anlage auf Ihr Dach und vermietet sie Ihnen. Sie zahlen eine monatliche Rate, und der Anbieter übernimmt meist Montage, Anmeldung, Versicherung und Wartung. Das ist bequem, aber nach der Verbraucherzentrale über die Laufzeit teurer als ein Kauf.

Der Grund sind Zinsen und Servicekosten, die in der Rate stecken. Die Verbraucherzentrale beobachtet, dass die versprochene Ersparnis oft erst gegen Ende oder sogar nach Ende des Vertrags eintritt. Während der Miete wäre es dann ähnlich teuer oder günstiger gewesen, den Strom weiter ganz aus dem Netz zu kaufen.

  • Sie sind lange gebunden, meist 15 bis 25 Jahre.
  • Verkaufen oder vererben Sie das Haus, müssen Sie meist dafür sorgen, dass der Mietvertrag weiterläuft.
  • Wollen Sie vorher aussteigen und die Anlage kaufen, kostet das deutlich mehr als ein Kauf von Anfang an.
  • Am Ende sollte der Vertrag erlauben, die Anlage kostenlos zu übernehmen.
  • Prüfen Sie, welche Leistungen die Rate wirklich enthält und welche Kosten trotzdem bei Ihnen bleiben.

Bei der Umsatzsteuer kommt es auf den Vertrag an. Eine reine Miete kostet 19 Prozent. Geht die Anlage am Ende in Ihr Eigentum über, gilt der Vertrag als Kauf, und für die Anlage fallen 0 Prozent an, nur der Serviceanteil kostet 19 Prozent. Viele Anbieter haben ihre Verträge nach der Verbraucherzentrale entsprechend umgestellt.

Welcher Weg zu Ihnen passt

Kaufen, finanzieren oder mieten?

Haben Sie den Kaufpreis frei verfügbar, ohne Ihren Notgroschen anzugreifen?

Ja

Kaufen Sie mit eigenem Geld. Das ist der günstigste Weg.

Nein

Bekommen Sie einen Kredit, etwa von der KfW oder Ihrer Bank?

Ja

Finanzieren Sie die Anlage. Eine Laufzeit um 10 Jahre hält die Zinsen niedrig.

Nein

Prüfen Sie ein Mietangebot genau und lassen Sie es vor der Unterschrift unabhängig rechnen.

Ein Mietangebot sollten Sie vor der Unterschrift von einer unabhängigen Stelle prüfen lassen, etwa von der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Legen Sie dafür auch ein Kaufangebot für dieselbe Anlage daneben. Ob sich die Anlage überhaupt lohnt, zeigt der Ratgeber, ob sich Photovoltaik 2026 lohnt.

Häufige Fragen

Ist es günstiger, eine Solaranlage zu kaufen oder zu mieten?

Eine Solaranlage zu kaufen ist günstiger als sie zu mieten. Die Verbraucherzentrale schreibt, dass Mietanlagen über die Laufzeit durch Zinsen und Servicekosten teurer sind. Dafür übernimmt der Anbieter bei der Miete meist Anmeldung, Versicherung und Wartung.

Wie lange läuft ein Mietvertrag für eine Solaranlage?

Ein Mietvertrag für eine Solaranlage läuft nach der Verbraucherzentrale meist 15 bis 25 Jahre. Ein vorzeitiger Ausstieg mit Kauf der Anlage kostet deutlich mehr als ein Kauf von Anfang an. Am Ende sollte der Vertrag die kostenlose Übernahme der Anlage erlauben.

Was kostet ein Kredit für eine Solaranlage im Monat?

Ein Kredit über 14.100 Euro für eine Solaranlage kostet bei 4,64 Prozent Zins und 10 Jahren Laufzeit rund 147 Euro im Monat. Über 20 Jahre sind es rund 90 Euro im Monat, dafür zahlen Sie insgesamt rund 7.570 Euro Zinsen. Die Anlage bringt im Beispiel rund 140 Euro im Monat.

Fällt auf die Miete einer Solaranlage Umsatzsteuer an?

Auf die reine Miete einer Solaranlage fallen 19 Prozent Umsatzsteuer an. Geht die Anlage am Ende in Ihr Eigentum über, gilt der Vertrag als Kauf, und für die Anlage selbst fallen 0 Prozent an. Der Anteil für Wartung und Versicherung kostet weiter 19 Prozent.

Was passiert mit der Mietanlage, wenn ich mein Haus verkaufe?

Verkaufen Sie das Haus, müssen Sie nach den meisten Mietverträgen dafür sorgen, dass der Käufer den Vertrag für die Solaranlage übernimmt. Das kann den Verkauf erschweren. Lesen Sie diese Klausel vor der Unterschrift genau.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Solaranlage mieten, eine Alternative zum Kauf?, Stand 23. Juli 2026, Verbraucherzentrale,
  2. Erneuerbare Energien Standard (270), Konditionen und Antragsweg, effektiver Jahreszins am 2. Oktober 2026, KfW,
  3. Was kostet eine Photovoltaikanlage? Preisindex, Stand 28. August 2026, Verbraucherzentrale, mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen,
  4. Nullsteuersatz für Umsätze im Zusammenhang mit bestimmten Photovoltaikanlagen, BMF-Schreiben vom 27. Februar 2023, zu Miete, Mietkauf und Leasing, Bundesministerium der Finanzen,
  5. Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland, Fassung vom 20. August 2026, laufende Kosten, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE,

Einsatz von Sprachmodellen

Eine KI hat die wiederkehrenden Sätze auf den Seiten formuliert, die Ratgeber und das Glossar mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Bilder erzeugt. Die Texte werden vor der Veröffentlichung gelesen. Name, Adresse und Kontaktdaten der Betriebe stammen dagegen unverändert aus OpenStreetMap. Sie verarbeitet ein festes Programm und keine KI.

Korrekturweg

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Stand dieser Angaben: 3. Oktober 2026.