PV-Anlagenmonteure

Ratgeber

Was eine Photovoltaikanlage pro kWp kostet

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Eine Dachanlage kostet 2026 je nach Größe 1.010 bis 2.090 Euro je kWp. Eine Anlage mit 10 kWp liegt bei rund 14.100 Euro. Ein Batteriespeicher kostet 360 bis 510 Euro je Kilowattstunde Speicherplatz. Umsatzsteuer fällt auf beides nicht an. Das zeigt ein Preisindex der Verbraucherzentrale aus 71 echten Angeboten.

Preis je kWp bei 10 kWp
1.410 Euro
Verbraucherzentrale, Preisindex aus 71 Angeboten, Anlagen über 9 bis 10 kWp, Stand 28. August 2026
Speicher mit 8 bis 10 kWh
410 Euro je Kilowattstunde
Verbraucherzentrale, Preisindex aus 70 Angeboten, Stand 28. August 2026
Umsatzsteuer auf Anlage und Speicher
0 Prozent
Umsatzsteuergesetz, Stand 1. Januar 2023
Neue Solarmodule auf einer Holzpalette neben einem Wechselrichter und aufgerollten Solarkabeln in einem hellen Lager.
Was eine Solaranlage kostet, zeigt der Preis je kWp. Bild: KI generiert.

Was eine Solaranlage je kWp kostet

Der Preis je kWp sinkt, je größer die Anlage wird. Die Abkürzung kWp steht für Kilowatt peak, die Leistung der Module unter genormten Testbedingungen. Mit dieser Zahl rechnen Solarteure Preis und Ertrag. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen hat dafür 71 echte Angebote von Januar 2025 bis August 2026 ausgewertet.

Eine kleine Anlage mit 4 bis 6 kWp kostet im Mittel 2.090 Euro je kWp, eine mit 9 bis 10 kWp 1.410 Euro. Über 16 kWp sind es nur noch 1.010 Euro je kWp. Die Preise gelten ohne Speicher und ohne Arbeiten an der Hauselektrik.

Mittlerer Preis je kWp nach Größe der Anlage und daraus gerechneter Gesamtpreis, ohne Speicher. Quelle: Verbraucherzentrale, Stand 28. August 2026.
Größe der AnlagePreis je kWpGesamtpreis, gerechnet
4 bis 6 kWp2.090 Euro8.360 bis 12.540 Euro
über 6 bis 8 kWp1.820 Euro10.920 bis 14.560 Euro
über 8 bis 9 kWp1.520 Euro12.160 bis 13.680 Euro
über 9 bis 10 kWp1.410 Euro12.690 bis 14.100 Euro
über 10 bis 12 kWp1.290 Euro12.900 bis 15.480 Euro
über 12 bis 14 kWp1.240 Euro14.880 bis 17.360 Euro
über 14 bis 16 kWp1.220 Euro17.080 bis 19.520 Euro
über 16 kWp1.010 Euroab 16.160 Euro

Die Gesamtpreise sind aus Preis je kWp und Größe gerechnet. Sie zeigen die Größenordnung für die erste Anfrage. Verbindlich wird ein Preis erst mit einem Angebot, für das der Betrieb Ihr Dach gesehen hat.

Warum kleine Anlagen je kWp teurer sind

Ein Teil der Kosten fällt unabhängig von der Zahl der Module an. Der Betrieb braucht ein Gerüst, einen Tag Anfahrt, einen Wechselrichter, den Anschluss am Zählerschrank und die Anmeldung beim Netzbetreiber. Diese Posten kosten bei einer kleinen Anlage fast so viel wie bei einer großen. Verteilt auf wenige Module ergibt das einen hohen Preis je kWp.

Die Module selbst sind der kleinere Teil der Rechnung. Nach Fraunhofer ISE sind ihre Preise seit dem Jahr 2000 um 98 Prozent gefallen. Fertig montierte Dachanlagen wurden ebenfalls deutlich günstiger, konnten aber nicht mithalten. Was heute den Preis macht, ist vor allem die Arbeit auf dem Dach und am Zählerschrank.

Ein paar Module mehr kosten deshalb wenig zusätzlich, ein zweiter Montagetermin kostet Gerüst und Anfahrt noch einmal. Erwarten Sie später eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto, ist die größere Anlage oft die günstigere Wahl. Welche Größe dann passt, erklärt der Ratgeber zur PV-Anlage für Wärmepumpe und E-Auto.

Was ein Batteriespeicher zusätzlich kostet

Ein Speicher mit 4 bis 6 Kilowattstunden kostet im Mittel 510 Euro je Kilowattstunde, einer mit 12 bis 16 Kilowattstunden nur 360 Euro. Für einen Speicher mit 8 bis 10 Kilowattstunden zahlen Sie also 3.280 bis 4.100 Euro. Die Verbraucherzentrale hat dafür 70 Angebote aus derselben Zeit ausgewertet.

Mittlerer Preis je Kilowattstunde Speicherplatz und daraus gerechneter Gesamtpreis. Quelle: Verbraucherzentrale, Stand 28. August 2026.
SpeicherplatzPreis je KilowattstundeGesamtpreis, gerechnet
4 bis 6 Kilowattstunden510 Euro2.040 bis 3.060 Euro
über 6 bis 8 Kilowattstunden480 Euro2.880 bis 3.840 Euro
über 8 bis 10 Kilowattstunden410 Euro3.280 bis 4.100 Euro
über 10 bis 12 Kilowattstunden390 Euro3.900 bis 4.680 Euro
über 12 bis 16 Kilowattstunden360 Euro4.320 bis 5.760 Euro

Der Größeneffekt hat einen einfachen Grund. Die Steuereinheit eines Speichers kostet immer gleich viel, jedes weitere Batteriemodul nur seinen eigenen Preis. Die Beratungsgesellschaft co2online nennt 700 Euro je Kilowattstunde als Grenze, über der sich ein Speicher kaum noch rechnet. Liegt ein Angebot darüber, fragen Sie, was darin steckt. Oft ist es eine Notstromfunktion.

9 Posten, die in jedes Angebot für eine Solaranlage gehören

Vergleichen können Sie Angebote nur, wenn jede Leistung einzeln mit Menge und Preis drinsteht. Eine Pauschalsumme verrät nicht, ob das Gerüst enthalten ist oder welcher Wechselrichter kommt.

  • Module mit Hersteller, Typ, Stückzahl, Leistung je Modul und Garantie in Jahren.
  • Wechselrichter mit Hersteller, Typ, Leistung und Wirkungsgrad. Er wandelt den Strom der Module in Haushaltsstrom um, und Ihr Ertrag hängt an ihm.
  • Gestell mit der Befestigung für Ihre Dachziegel und dem Nachweis, dass Schnee und Wind für Ihren Ort geprüft sind.
  • Gerüst mit der Zahl der Wochen und dem Preis jeder weiteren Woche.
  • Elektroarbeiten mit Leitungswegen, Schutz vor Überspannung und Zählerschrank, falls nötig mit dessen Erneuerung.
  • Speicher mit nutzbarem Speicherplatz in Kilowattstunden und Garantie, getrennt vom Anlagenpreis.
  • Anmeldung beim Netzbetreiber und Eintrag ins Marktstammdatenregister, mit der Angabe, wer beides übernimmt.
  • Inbetriebnahme mit Messprotokoll über die elektrischen Prüfungen und Übergabe aller Unterlagen.
  • Nebenkosten wie Anfahrt, Entsorgung der Verpackung, Dachdeckerarbeiten und ein Kran.

Fehlt ein Posten im Angebot, fehlt er nicht auf der Baustelle, sondern nur im Preis. Er kommt dann später als Nachtrag. Fragen Sie besonders nach dem Zählerschrank, denn muss er erneuert werden, ist das ein großer Posten.

Auf Anlage und Montage zahlen Sie keine Umsatzsteuer

Seit 2023 zahlen Sie auf Module, Speicher und Montage 0 Prozent Umsatzsteuer, wenn die Anlage auf oder bei einem Wohnhaus steht. Der Preis im Angebot ist deshalb zugleich der Endpreis. Vergleichen Sie ihn nicht mit Preislisten von vor 2023, die noch 19 Prozent enthielten.

Steht im Angebot auf die ganze Anlage 19 Prozent Umsatzsteuer, wendet der Betrieb den Nullsteuersatz nicht an. Fragen Sie nach, bevor Sie unterschreiben. Was genau ohne Steuer bleibt, erklärt der Ratgeber zum Nullsteuersatz für Ihre Solaranlage.

So holen Sie drei vergleichbare Angebote ein

Drei Angebote helfen nur, wenn alle dieselbe Leistung beschreiben. Sonst vergleichen Sie eine Anlage mit Speicher mit einer ohne und halten das für einen Preisunterschied.

  1. Lesen Sie Ihren Stromverbrauch im Jahr von der letzten Abrechnung ab und notieren Sie, wann Sie den meisten Strom brauchen.
  2. Fotografieren Sie Dach, Zählerschrank und Hausanschluss und notieren Sie Neigung, Himmelsrichtung und Art der Dachziegel.
  3. Schicken Sie allen Betrieben dieselbe Liste mit den neun Posten und bitten Sie um ein Angebot innerhalb von zwei Wochen.
  4. Bestehen Sie auf einem Termin vor Ort. Ein Angebot ohne Blick auf den Zählerschrank ist eine Schätzung.
  5. Lassen Sie sich in jedem Angebot den Preis je kWp ausrechnen, damit Sie ihn mit dem Preisindex vergleichen können.
  6. Fragen Sie, bei welchem Netzbetreiber der Betrieb als Installateur eingetragen ist.
  7. Vergleichen Sie die Endsummen erst zum Schluss und nur bei gleicher Zahl der Module und gleicher Speichergröße.
Kostenvoranschlag oder Festpreis für Ihre Solaranlage?

Hat der Betrieb Dach und Zählerschrank vor Ort gesehen?

Ja

Steht im Angebot ein fester Gesamtpreis mit allen Posten?

Ja

Festpreis. Lassen Sie Termin, Gerüstzeit und den Umgang mit Nachträgen schriftlich festhalten.

Nein

Kostenvoranschlag. Der Betrieb muss eine große Überschreitung sofort melden, dann dürfen Sie kündigen.

Nein

Geht es nur um eine erste Größenordnung?

Ja

Richtwert, kein Angebot. Holen Sie vor der Unterschrift ein Angebot nach einem Termin vor Ort ein.

Nein

Nicht unterschreiben. Ohne Termin vor Ort kennt niemand Ihren Zählerschrank und Ihr Dach.

Für einen Kostenvoranschlag darf der Betrieb nur Geld verlangen, wenn das vorher vereinbart ist. Fragen Sie vor dem Termin danach und lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben.

Was die Anlage jedes Jahr im Betrieb kostet

Nach der Montage bleiben laufende Kosten. Fraunhofer ISE setzt sie mit etwa 1 bis 2 Prozent des Anlagenpreises im Jahr an. Bei einer Anlage für 14.000 Euro sind das 140 bis 280 Euro im Jahr.

Die Beratungsgesellschaft co2online nennt die einzelnen Posten. Eine Versicherung kostet 70 bis 100 Euro im Jahr, eine Wartung alle vier Jahre 100 bis 300 Euro. Für den digitalen Zähler fallen rund 20 Euro im Jahr an, und für Reparaturen sollten Sie etwa 100 Euro im Jahr zurücklegen. Pflicht sind Versicherung und Wartung nicht.

Über die ganze Laufzeit kostet eine Kilowattstunde aus einer kleinen Dachanlage nach Fraunhofer ISE 6 bis 14 Cent, alle Kosten eingerechnet. Strom aus dem Netz kostet einen Haushalt 2026 im Schnitt 37 Cent. Daraus ergibt sich der Vorteil jeder Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Photovoltaikanlage mit 10 kWp ohne Speicher?

Eine Photovoltaikanlage mit 9 bis 10 kWp kostet im Mittel 1.410 Euro je kWp, also rund 12.690 bis 14.100 Euro. Das zeigt der Preisindex der Verbraucherzentrale aus 71 echten Angeboten, Stand August 2026. Der Wert gilt ohne Speicher und ohne Arbeiten an der Hauselektrik.

Zahle ich auf eine Photovoltaikanlage Umsatzsteuer?

Nein, auf eine Photovoltaikanlage auf oder bei einem Wohnhaus zahlen Sie seit 2023 keine Umsatzsteuer. Das gilt für Module, Speicher und Montage. Eine Wallbox, eine Wärmepumpe und ein Wartungsvertrag kosten weiter 19 Prozent.

Was kostet ein Batteriespeicher je Kilowattstunde?

Ein Batteriespeicher kostet je nach Größe 360 bis 510 Euro je Kilowattstunde Speicherplatz. Das zeigt die Auswertung von 70 Angeboten durch die Verbraucherzentrale, Stand August 2026. Ein Speicher mit 8 bis 10 Kilowattstunden kostet damit 3.280 bis 4.100 Euro.

Ist ein Kostenvoranschlag für eine Solaranlage verbindlich?

Nein, ein Kostenvoranschlag für eine Solaranlage ist eine Schätzung. Zeichnet sich eine große Überschreitung ab, muss der Betrieb Sie sofort informieren, und Sie dürfen den Vertrag kündigen. Verbindlich ist nur ein vereinbarter Festpreis mit allen Posten.

Welche laufenden Kosten hat eine Photovoltaikanlage im Jahr?

Eine Photovoltaikanlage kostet im Betrieb nach Fraunhofer ISE etwa 1 bis 2 Prozent ihres Preises im Jahr. Die Beratungsgesellschaft co2online nennt 70 bis 100 Euro für die Versicherung, 100 bis 300 Euro für eine Wartung alle vier Jahre und rund 20 Euro für den digitalen Zähler. Dazu kommen etwa 100 Euro Rücklage für Reparaturen.

Warum ist eine kleine Photovoltaikanlage je kWp teurer?

Eine kleine Photovoltaikanlage ist je kWp teurer, weil Gerüst, Anfahrt, Wechselrichter und Anmeldung fast gleich viel kosten. Diese Kosten verteilen sich auf wenige Module. Deshalb kostet eine Anlage mit 4 bis 6 kWp im Mittel 2.090 Euro je kWp, eine über 16 kWp 1.010 Euro.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Was kostet eine Photovoltaikanlage? Preisindex aus 71 Anlagen- und 70 Speicherangeboten, Stand 28. August 2026, Verbraucherzentrale, mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen,
  2. Solaranlage: Kosten und Finanzierung, Stand März 2026, co2online gemeinnützige Beratungsgesellschaft mbH,
  3. Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland, Fassung vom 20. August 2026, Abschnitt 4.1, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE,
  4. § 12 Absatz 3 Umsatzsteuergesetz, Steuersatz 0 Prozent für Photovoltaikanlagen, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  5. Nullsteuersatz für Umsätze im Zusammenhang mit bestimmten Photovoltaikanlagen, BMF-Schreiben vom 27. Februar 2023, Bundesministerium der Finanzen,
  6. § 632 und § 649 BGB, Vergütung und Kostenanschlag beim Werkvertrag, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  7. § 9 Absatz 3 EEG, mehrere Solaranlagen als eine Anlage, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  8. BDEW-Strompreisanalyse, Durchschnittlicher Strompreis für Haushalte 2026, Stand 21. August 2026, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW),

Einsatz von Sprachmodellen

Eine KI hat die wiederkehrenden Sätze auf den Seiten formuliert, die Ratgeber und das Glossar mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Bilder erzeugt. Die Texte werden vor der Veröffentlichung gelesen. Name, Adresse und Kontaktdaten der Betriebe stammen dagegen unverändert aus OpenStreetMap. Sie verarbeitet ein festes Programm und keine KI.

Korrekturweg

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Stand dieser Angaben: 3. Oktober 2026.